Meine Dekonversionsgeschichte


Ich bin ein ehemaliger evangelikaler ("neu geborener") Christ. Als Kind hatte ich kein Problem, um zu glauben. Mir wäre damals nie eingefallen, dass meine Religion falsch bzw. die Bibel nicht Gottes Wort sein könnte. Ich bekannte Christ als meinen Retter, und glaubte, dass er für mich am Kreuz gestorben, und wiederauferstanden war. Ich war sicher, schon gerettet zu sein, und für immer mit Gott zu leben. Ich hatte eine gute Kenntnis der Bibel und „eine persönliche Beziehung zu Gott“. Ich war überzeugt, Erfahrungen mit Jesus zu erleben, und ihn in meinem Herzen zu spüren. Ich sprach viel davon auch in der Schule, ich wollte ein Apostel sein; mehrmals habe ich auch an Missionierung auf der Strasse mit anderen Evangelikalen teilgenommen. Als ich ein Jugendliche zwischen etwa 12 und 16 war,  waren meine Mitschüler deswegen gemein zu mir. Ich wurde von allen beschimpft, demutigt, weil ich anders war: ich war zum Beispiel nie mit einem Mädchen gegangen, ich wollte nicht Sex vor der Ehe machen, ich fand es schlecht in eine Disko zu gehen, ich kannte nichts über Sport oder Musik, usw... Die Verfolgung verstärkte meinen Glauben. Aber ich vergab meine Mitschüler, ich liebte meine Feinde, betete für sie, damit sie Jesus fanden. Diese Jahre waren trotzdem eine sehr gute Zeit für mich, ich lag nicht viel Wert auf dieses Problem, ich hatte eine sehr unabhängige Persönlichkeit entwickelt.


Mit dem Alter wurden die anderen aber immer toleranter. Sie hielten meine Weltanschauung zwar für wahnsinnig, aber sie dachten, so bin ich, man kann mich nicht ändern, und sie akzeptierten es. Immer mehr hatte ich ungläubige Freunde, und manchmal waren es sehr gute Menschen. Mein Verstand entwickelte sich mit den Jahren, und es wurde mir schwieriger zu glauben. Ich lebte auch nicht mehr im geschlossenen evangelikalen Kreis, sondern ich entdeckte auch andere Meinungen. Immer mehr erfuhr ich, dass religiöse Gefühle wie meine (Überzeugung, eine Beziehung zu Gott zu haben, ihn zu spüren, usw...) nicht unbedingt auf Gott zurückzuführen waren, sondern durchaus menschlich sein konnten. Ich merkte, dass ich oder andere Christen manchmal überzeugt waren, eine Offenbarung zu bekommen, aber später erwies es sich als falsch und rein menschlich. Zum Beispiel die Glossolalie: manche evangelikale Christen sprechen beim Gebet Silben aus, die keinen Sinn haben. Und sie glauben, der heilige Geist spreche durch sie in einer Sprache, die die Menschen nicht verstehen. Dann glaubt ein anderes Mitglied in der Kirche, die Übersetzung von Gott zu bekommen, und er spricht sie aus. Manche überliefern direkt eine "Botschaft Gottes", ohne dass jemand zuerst in der "Sprache des heiligen Geistes" gesprochen hat ("Prophezeiung"). Manchmal kommen aber grosse Dummheite von diesen "Offenbarungen Gottes".


Zum Beispiel hatte einmal eine Frau "prophezeit": "Mein Wort [Gottes Wort, also die Bibel nach dem evangelikalen Glauben] ist perfekt, und seit seiner Verfassung auf den Buchstaben genau erhalten". Das ist aber falsch. Wir wissen, dass die Texte der Bibel vom III. Jahrhundert nach Christus bis heute sich relativ wenig geändert haben, und dass der Sinn selten von den Änderungen betroffen ist. Aber man kann nicht sagen, dass der Text auf den Buchstaben genau erhalten ist, da zahlreiche verschiedene Manuskripte zur Herstellung der heutigen Versionen verwendet werden. Oder einmal hatte eine "Prophezeiung" ein Mitglied der Kirche mehr oder weniger ausgeschlossen (er durfte nicht das Brot und den Wein verteilen), weil er nur katholisch und nicht evangelikal getauft worden war. All diese Leute waren sicher, Offenbarungen von Gott zu bekommen, sie "spürten", dass Gott ihnen sprach, und so ein Gefühl könne nicht menschlich sein, meinten sie. Anhand der Bibel waren sie überzeugt, dass Gott ihnen mitteilte, Glossolalie ist richtig, und bereichert das spirituelle Leben des Christs. Andere evangelikale Christen aber bekamen anhand der Bibel die umgekehrte "Offenbarung" von Gott! Sie waren der Meinung, dass Glossolalie von Satan ist. Ein Pastor dieser Meinung war zu einer Kirche gegangen, in der Glossolalie praktiziert wurde, und er hatte in einem afrikanischen Dialekt gebetet. Das war eine Falle, und die Leute haben geglaubt, dass es sich um Glossolalie handelte. Jemand hat die Übersetzung ausgesprochen, die er "von Gott bekommen" hatte, und das hatte nichts mit dem Gebet vom Pastor zu tun! Immer mehr merkte ich, dass unsere "unglaublichen" Gefühle, alles was wir auf Gott zurückführten, durchaus rein menschlich sein konnten, und manchmal war das ganz klar der Fall.


Ich erfuhr auch, dass Mitglieder anderer "falschen" widersprüchligen Religionen (die Bibel behauptet, die absolute Wahrheit von Gott zu sein, und schliesst alle anderen Religionen aus, die seien alle falsche vom Menschen erfundene Lehren, die zur Hölle bringen) genauso überzeugt waren, Gott zu "spüren", Erfahrungen mit ihm zu erleben, eine Beziehung zu ihm zu haben, seine Wirkung im alltäglichen Leben zu beobachten. Manche Leute waren irgendwann überzeugt gewesen, dass Gott ihnen mitteilte, die Bibel sei die Wahrheit, aber anderen (dazwischen ehemaligen Christen) hatte "Gott" offenbart, es sei zum Beispiel der Koran. Noch andere waren überzeugt, die Erleuchtung beim Buddhismus gefunden zu haben. Usw... Immer mehr relativisierte ich diese Vorgänge, diese Gefühle, die für die meisten Evangelikalen als Beweis gelten, dass das Evangelium die Wahrheit sei. Immer mehr merkte ich, dass dies nichts mit Gott zu tun hatte, sondern dass man es ganz fest glauben konnte, wenn man sich selbst davon überzeugte. Aber es war ganz offenbar falsch. Ich schaffte es zu dieser Zeit noch, mit Pseudo-Argumenten befriedigt zu sein, um mich zu überzeugen, dass die Bibel richtig war.


Aber mein Verstand entwickelte sich weiter, mein Bewusstsein nam zu. Nach dem Abitur hatte ich immer mehr Mühe, zu glauben. Nach und nach wurde mir klar, dass meine Kenntnisse unausreichend waren, um sicher zu wissen, ob das, woran ich bisher immer geglaubt hatte, richtig war oder nicht. Immer mehr hatte ich den Eindruck, ich musste zuerst prüfen, ob meine Religion richtig war oder nicht, sonst war das geistliche Unehrlichkeit zu sagen, dass ich glaubte. Viele Leute hatten eine andere Religion (oder keine Religion). Meistens weil ihre Eltern ihnen etwas anderes als meine Eltern erzählt hatten. Meine Eltern hatten mir gelernt, genauso wie der Regen nass macht, wie man das Feuer nicht berühren soll, sonst brennt es, sei die Bibel 100% richtig, Jesus für uns gestorben, wiederauferstanden, usw... Andere Eltern hatten aber ihren Kindern was ganz anderes und widersprüchliges gelernt, und deswegen glaubten ihre Kinder an etwas ganz anderes als ich. Nach meinem Glauben gingen sie in die Hölle nach dem Tod. Aber nach ihrem Glauben (manchmal) ging ich selbst in die Hölle, wenn ich nicht zu ihrer Religion vor meinem Tod konvertierte. Wie konnte ich wissen, dass meine Eltern richtig, die Eltern der anderen aber falsch hatten? Ungläubige (und Andersgläubige) werden nicht gerettet, heisst es in der Bibel, weil sie an Jesus Christus, den "eizigen Weg" zum Vater, nicht geglaubt haben.


Die evangelikalen Christen finden es normal: sie hätten die Wahrheit erforchen sollen. Sie haben das nicht in Frage gestellt, was sie in ihrer Kindheit gehört haben, sie haben nicht gezweifelt, also ist das gerecht, dass sie in die Hölle gehen, sie haben "Gottes kostenloses Geschenck" abgelehnt. Sie haben blind geglaubt, ohne die Wahrheit zu suchen. Aber zur gleichen Zeit finden diese Evangelikalen schlecht, wenn einer von ihnen, der schon geglaubt hat, zugibt, dass er nicht mehr weiss, und dass er seinen Glauben aus Liebe zur Wahrheit in Frage stellen soll. Laut der Bibel muss man nicht gute Taten machen, oder gehorchen (was einfach ist), um "gerettet" zu werden. Sondern man muss glauben, in seinem Herzen überzeugt sein, dass die Geschichte, die uns erzählt wurde, die absolute Wahrheit Gottes ist; es ist das Kriterium, um einer angeblichen ewigen Strafe ("Hölle") zu entgehen. Dieses Dogma finde ich sehr gemein. Dadurch sind das evangelikale Christentum und der orthodoxe Islam wahre psychologische Gefängnisse. Der Glaube als Pflicht verhindert die geistliche Ehrlichkeit und die freie Überlegung. Ganz egal, was die Tatsachen sind, muss der Gläubige sowieso sicher bleiben, dass seine Religion die richtige ist. Göttliche Drohungen verhindern, dass er anders denkt; es ist sehr schwierig für ihn, dieses psychologische Gift loszuwerden. Nach den Evangelikalen sei es ein Vorteil, einen festen Glauben zu haben, der sowieso festhält. Wenn man zweifelt, muss man diese Gedanken wegschieben, und Gott um seine Vergebung bitten. Aber es ist nicht erstaunlich, dass die Gläubigen der anderen Religionen das nicht tun, was die evangelikalen Christen von ihnen erwarten (ihren Glauben in Frage stellen), wenn der Glaube auch in ihrer Religion eine Pflicht ist. Nach ihrer Religion müssen sie oft auch glauben, um nicht nach dem Tod in die Hölle zu gehen. Aber der Zweifel ist nichts anderes als geistliche Ehrlichkeit. Ich merkte also, dass die Evangelikalen ausgerechnet wegen ihren Dogmen genau den selben Fehler begangen, wofür sie normal fanden, dass Gläubigen anderer Religionen in die Hölle gehen.


Ich habe häufig Leute gehört, die so über ihre "Bekehrung" zum evangelikalen Christentum sprachen: "Ich habe immer gewusst, dass die Bibel das Wort Gottes war". Wenn man einen Evangelikalen fragt, ob seine Meinung (zum Beispiel über Gott, oder eine Vorschrift der Bibel) sich verändern kann, antwortet er mit nein. Einmal habe ich einen Artikel gelesen über die Leute, die der Satan benutzte: Descartes war in der Liste. Doch erwarten die Evangelikalen von den Gläubigen der anderen Religionen, dass sie so wie Descartes denken, um ihre Religion zu verlassen (und dann eventuell Christen zu werden). Wenn die Gläubigen der anderen Religionen diese geistliche Ehrlichkeit nicht haben, werden sie immer an die Religion ihrer Eltern glauben, und sie haben keine Chance, irgendwann an den Inhalt der Bibel zu glauben. Diese "schlechten Gläubigen" müssen so wie Descartes denken, um nicht nach dem Tod in die Hölle zu gehen, glauben die Evangelikalen. Doch weigern sich die selben Evangelikalen, das selbe Verhalten zu haben. Sie sagen: "Aber es ist nicht gleich, ich habe schon Jesus mein Herz geschenkt, ich habe schon die Wahrheit gefunden. Es wäre blöd, die Wahrheit in Frage zu stellen".


Ende August 2001 habe ich zum ersten mal nicht mehr geglaubt. Ich war 19. Aber ich hatte zu Angst (wegen der Drohungen der Bibel gegenüber Ungläubigen), und im November habe ich es geschafft, mich zu überzeugen, dass ich wieder glaubte. Aber seit dem Dezember hatte ich wieder Glaubenskrisen: zum Beispiel hat es eine Nacht gegeben, in der ich bis 3 oder 4 Uhr versucht habe, mich zu überzeugen, dass ich glaubte (durch das Gebet und die rationelle Analyse der von mir bekannten Tatsachen über die Bibel). Es war sehr schwierig geworden. In diesem Jahr war ich immer öfter mit Nordafrikanern. Dazu fand ich die Nordafrikanerinnen sehr hübsch und sehr angenehm. Ich habe mich in ein Mädchen aus Algerien verliebt.


Im Frühling hat mir ein Atheist von der Uni ein Buch geliehen: "Jesus gegen Jesus", ich habe es genommen, und ich hatte vor, all die Argumente zu beantworten, um meinen Freund zum Christentum zu bekehren. Ich war sicher, dass es mit der Hilfe Gottes nur gelingen konnte. Aber der Sommer ist dann sehr peinlich gewesen. Das Problem: die Religionen verlangen nicht, dass man zustimmt und einfach gute Taten macht, sondern sie verlangen, dass man glaubt (nicht alle, aber das evangelikale Christentum und der orthodoxe Islam sind so). Und das ist sehr schwierig, um nicht zu sagen: unmöglich. Wenn man eine Information bekommt, die man nicht prüfen kann, wie kann man hundertprotzentig sicher sein, dass diese Information richtig ist? Doch das müsse man unbedingt, um nach dem Tod nicht in die Hölle, sondern ins Paradies zu gehen. Aber wenn man sich nicht auf jeden Preis überzeugen will, kann man nur ehrlich zugeben, dass man nicht weiss, ob diese Information richtig ist. Ausgerechnet diese Ehrlichkeit wird in manchen Religionen bestraft.


Ich habe also versucht, die Argumente des Buches "Jesus gegen Jesus" zu beantworten. Die meisten Argumente waren nicht so schlimm, weil sie keinen Beweis für die menschliche Beschaffenheit der Bibel waren. Wenn man zum Beispiel sagt: "eine globale Überschwemmung kann es nicht geben, weil die Erde nicht soviel Wasser dazu enthalten kann", kann man viele Gegenargumente finden. Man kann zum Beispiel antworten: die Wissenschaftler können sich täuschen, denn sie wissen nicht alles. Mag sein, dass sie einmal entdecken, dass eine globale Überschwemmung durch einen heute unbekannten Vorgang möglich ist" oder "Vielleicht waren die damaligen physikalischen Gesetze anders als heute? Die Bibel besagt auch, dass die menschen zu dieser Zeit fast 1000 Jahre lebten.", oder "Gott ist grösser als die physikalischen Gesetze, er kann Wunder machen". Die Probleme der 6000 Jahre alten Erde, der Evolutionstheorie, USW, lassen sich so lösen. Sie waren kein Problem für mich. Der "Fehler" der Bibel ist in diesen Fällen nicht zu beweisen. Aber das Problem der Widersprüche der Bibel (und allgemein der Fehler, die man mit der Bibel allein sehen kann) kann nicht so gelöst werden. In einem der 66 Bücher der Bibel liest man, dass ein Ereignis so passiert ist, während ein anderes Buch der selben Bibel (das offenbar von einem Gegner des 1. Schriftstellers geschrieben wurde) behauptet, dass es anders passiert ist. Man muss darauf hinweisen, dass die Bücher der Bibel erst im IV. Jahrhundert zusammen ins selbe Buch gesetzt wurden, danach wurde diese heterogene Sammlung "Gottes Wort" genannt. Wenn sich die Bibel tatsächlich widerspricht, ist es ein Beweis, dass die Bibel nicht das Wort Gottes ist. Manchmal kann man eine nicht komplett unmögliche Lösung finden, aber oft muss man zu sehr unwahrscheinlichen und an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen greifen, die nur befriedigend sind für die, die auf jeden Fall und unabhängig von den Tatsachen glauben wollen. Ich habe versucht, Lösungen für die Widersprüche zu finden, und Erforschungen zu machen, um zu wissen, welche Lösungen andere Evangelikalen schon gefunden hatten. Ich schrieb die Lösungen für meinen Freund, aber ich war selbst mit meinen Argumenten nicht zufrieden. Und dazu entdeckte ich schreckliche Verse im alten Testament.


Ich habe mit Schrecken erfahren, dass meine Kenntnisse über die Bibel besser waren als die der meisten anderen Evangelikalen (die beunruhigt waren, wenn sie nur eines dieser Probleme entdeckten), und dass der andere Teil der Evangelikalen (die ausgebildet und eine sehr gute Kenntnis ihrer Religion haben) oft eine freche Unehrlichkeit aufwiesen, wenn es um die Verteidigung ihres Glaubens ging (Ergebnis der Tatsache, dass in ihrer Religion der Glaube eine Pflicht ist, um einer angeblichen ewigen Strafe zu entgehen).


In diesem Sommer habe ich sehr wenig geschlafen. Ich war ständig dabei, zu versuchen, wieder zu glauben. Ich sprach zu Gott: "Bitte, Gott, lass mich nicht so, gib mir meinen Glauben wieder, mir geht es so schlecht! Ich weiss, warum du es nicht tust: weil meine Persönlichkeit es nicht zulässt, dass du mir meinen Glauben zurückgibt: ich bin zu egoistisch, zu hochmütig. Ich habe zuviele Leidenschaften, und ich mag diese Leidenschaften besser als dich. Ich verdiene nicht, dass du mich glauben lässt. Dann ändere mich. Räume auf, damit ich glauben kann.". Ich hatte zu Angst, ohne Glauben einzuschlafen: in der Nacht konnte das Ende der Welt geschehen, oder ich konnte sterben, dann würde ich in die Hölle gehen, wenn die Bibel richtig hatte. Dann würde ich für immer unbeschreibbare Schmerzen erleiden. Erschreckende Verse fielen mir ein: zum Beispiel gibt es einen Vers, der besagt, dass ein ehemaliger Gläubige, der seinen Glauben verloren hat, nie wieder glauben können wird: er ist endgültig verloren (Hebräer 6:4-8). Aber trotzdem sagen die meisten Evangelikalen, dass ein Christ gewordener Mensch seinen Glauben dann nicht verlieren kann. Wenn jemand seinen Glauben verliert, sagt man: "Er hat nie wirklich geglaubt". Ich versuchte studenlang, mich zu überzeugen, dass ich glaubte.


Und zur gleichen Zeit dachte ich an die Nordafrikanerin, die ich liebte, und ich dachte, dass es ungerecht war. Einmal hat mir jemand gesagt, dass es toll sei: wir waren die Nachkomnnen der Hugenotten (ersten reformierten Protestanten), und Gott habe unsere Familien gesegnet, so dass wir auch unter Gottes Segnen seien. Gott segne uns wegen der Handlungen unserer Vorfahren. Ich habe an das algerische Mädchen gedacht, in das ich verliebt war, und diese Aussage hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich habe noch an sie gedacht und geweint, als ich an einem anderen Tag jemand beim Beten gehört habe: "Gott, wir haben nichts mehr als die anderen, wir sind nicht besser, wie die anderen verdienen wir nicht, ins Paradies zu gehen, aber du hast uns trotzdem gewählt, ich danke dir dafür, Herr, das ist ein Privileg, den du nur uns hast schenken wollen". Ich fand mich auch minderwertig: ich dachte: wenn sie in der selben Situation wie ich gelebt hätte (zB wenn sie in einer christlichen und reichen Familie aufgewachsen wäre), hätte sie bestimmt geglaubt. Sie wäre bestimmt gerettet worden. Ich war in der besten Situation aufgewachsen, meine Eltern waren gläubig, sie hatten den richtigen Glauben und gehörten nicht zur religiösen Perversion, die Katholicismus heisst (nach der traditionellen Meinung der Evangelikalen), und trotzdem schaffte ich es nicht, zu glauben. Ich war "ein gewaschenes Schwein, das sich wieder im Dreck wälzt", und "ein Hund, der noch einmal frisst, was er eben herausgewürgelt hat", wie Petrus sagt, wenn er von den ehemaligen Christen spricht, die ihren Glauben verloren haben (II Petrus 2:22). Wenn die Erde schlecht ist, können nur Distel wachsen, auch wenn es viel regnet, heisst es in Hebräer 6:7-7. Bei mir gab es sehr sehr viel Regen (evangelikale Erziehung, Gottesdienste, christliche Treffen, biblische Wettbewerbe, usw...), aber nichts konnte wachsen, hatte ich den Eindruck. Ich dachte an die, die nicht das Glück hatten, Regen zu haben, die aber eine gute Erde waren, und ich fühlte mich sehr schlecht.


Dann habe ich mich in anderen Bereichen minderwertig gefühlt: im September hat das algerische Mädchen keinen Platz in einem Studentenwohnheim gefunden, weil der Crous (französische Studentenwerk) sie bestrafen wollte. Aber er wollte sie bestrafen für etwas, das sie nicht getan hatte, eine Freundin von ihr hatte es getan, das war ungerecht. Ich bin Mitglied der Unef (französischen Asta) geworden. Sie musste wichtige Mitglieder der Unef treffen, um ihnen zu erklären, was passiert war, aber sie hat es nie getan. Sie hat über 20 Studen pro Woche gejobbt, und das bis zum Allerheiligen, und deswegen hat sie das Jahr nicht bestanden. Ich muss auch sagen, in Frankreich ist das fast unmöglich, während eines wissenschaftlichen Studiums zu jobben, man muss schon zuviel Zeit für die Uni anwenden. In Deutschland geht es besser. Ich dachte, dass ich wirklich privilegiert war, dass ich an ihrer Stelle total unfähig gewesen wäre, dass es ungerecht war. Meine Angst wegen der Religion wurde immer geringer, obwohl mein Glaube nicht zurück war. Aber das Leben ging weiter, ich fing an, mich zu gewöhnen, ohne Glauben zu leben (trotz den schrecklichen Drohungen der Bibel, aber ich konnte sowieso nichts dafür).


Es gab ein anderes Mädchen aus Algerien (aber sie lebte in Algerien, sie war nur für ihr Studium gekommen). Ich half ihr für die Physik. Im März hat sie angefangen, das islamische Kopftuch zu tragen, und dann haben wir viel über die Religion gesprochen. Am Anfang hatte ich wenig Zeit, denn ich machte Kurse für Kinder meiner Stadt, ich hatte genug davon gehabt, provilegiert zu sein, und ich wollte auch während des Studiums arbeiten. Im Sommer habe ich aus dem selben Grund in Lyon gejobbt (und zwar 3 Monate, die ganzen Ferien), ich wollte auch "in Lyon gefangen sein", wie meine geliebte Nordafrikanerin. Ich konnte kein Privileg aushalten, dass sie nicht hatte.


In diesem Sommer habe ich angefangen, den Islam zu untersuchen. Ich wollte es. Ich hatte meinen evangelikalen Glauben verloren, und ich dachte, dass der Islam vielleicht die richtige Religion war. Für mich waren damals nur das (evangelikale) Christentum und der (orthodoxe) Islam glaubenswürdig (der Grund, warum ich heute den orthodoxen Islam bzw. das evangelikale Christentum vom Islam bzw. vom Christentum trenne, steht hier): es war bestimmt unmöglich, die anderen Religionen zu verteidigen (und dazu behaupteten die meisten anderen Religionen nicht einmal, "die Wahrheit" zu sein, was damals für mich bedeutete, dass sie falsch waren). Ich war noch immer in meiner evangelikalen Logik: ich glaubte, dass ich unbedingt "die Wahrheit" vor meinem Tod finden musste, sonst verdiente ich die Hölle. Am Anfang passierte meine Untersuchung des Islams relativ "gut", viele Fehler von Evangelikalen haben auch dazu beigetragen. Zum Beispiel hatte ich gehört, dass der Koran verlangte, dass man alle Nicht-Muslime tötet. Ich war überrascht zu erfahren, dass es nicht richtig war, dass die Christen und die Juden den Dimmi-Status annehmen und somit ihre Religion weiter praktizieren durften (ich wusste noch nicht, dass dies laut der Mehrheitsmeinung nur für die sogennanten "Religionen der Schriften" möglich war; und zum Krieg hörte ich zuerst, er sei nur Verteidigung). Zu dieser Zeit war ich entsetzt, ich hatte den Eindruck, dass viele Pastore mich betrogen hatten. Ich fand die "wissenschaftlichen Wunder" des Korans ziemlich überzeugend, ich musste es mir noch überlegen, aber sie schienen glaubenswürdig (jedenfalls manche).


Ich bin aber entsetzt gewesen, als ich in einem ineiner islamischen Buchhandlung verkauften Buch und später in den entsprechenden Hadiths gelesen habe, dass ein ehemaliger Muslim (der diese Religion verlassen hat), getötet werden musste. Als ich die 9. Sura (Tauba) gelesen habe, habe ich mich sehr schlecht gefühlt. Auch viele Hadiths (das, was der "Prophet" Mohammed gesagt habe, das aber nicht zum Koran gehört) beunruhigten mich. Ich habe entschlossen, Imams zu besuchen, damit sie mir halfen, um diese Probleme zu lösen. Ich habe auch eine ehemalige Katolikin getroffen, um mit ihr zu sprechen. Ich dachte, dass sie die selben Probleme wie ich gehabt hatte, und dass sie diese Probleme gelöst hatte, da sie Muslimin geworden war. Ich habe ihr von diesem Problem gesprochen, aber... sie kannte diese Sure nicht............ Und ich habe erfahren, dass die meisten konvertierten Muslime so sind: sie kennen den Islam sehr wenig. Fast keiner hat jemals über die Hinrichtung des ehemaligen Muslims gehört...


Ich habe mit Imams gesprochen. Es ist nicht gut passiert. Einmal habe ich einen Imam gefragt, was der Islam über die Leute aussagt, die muslimische Eltern hatten, die dann aber sich für eine andere Religion entschlossen haben. Wenn ein Muslim seine Religion verlässt, wird er hingerichtet, heisst es in der Sunna. Aber vielleicht war das anders für die Kinder der Muslime? Sie haben nie entschlossen, Muslim zu werden. Wenn solche Leute auch getötet werden mussten, war das meiner Meinung nach eine Art von Zwangsbekehrung. Der Imam war sehr unzufrieden, dass ich diese Frage stellte (aber ich war nicht umsonst gekommen, ich wollte richtige Probleme lösen). Er hat nur geantwortet: "Die muslimischen Kinder sind Muslime!". Damit war alles gesagt. Ich habe später erfahren, dass ein Imam entweder bestraft, oder zurück in sein Land geschickt werden kann, wenn er gegen die Menschenrechte spricht. Deshalb hat er nicht schwarz auf weiss gesagt: "Diese Leute werden getötet", aber trotzdem war das klar, dass er es meinte. Wir haben viele Themen besprochen, ich war mit den Antworten nicht zufrieden.


Am Ende der Ferien habe ich meinen Eltern eröffnet, was mir geschah. Sie haben mich mit einem Pastor verabredet, damit wir darüber sprechen konnten, und ich dann wieder glaubte. Wir haben lange gesprochen, der Pastor ist nicht besonders überzeugend gewesen. Aber am Ende hat er mir gesagt: "Sie müssen heute Abend bekehren. Sonst werden Sie es nicht tun. Sie können nicht wissen, was Ihnen in der Nacht passieren wird. Sie könnten sterben, dann wären Sie verloren, wenn Sie nicht rechtzeitig entschlossen hätten, Christus zu folgen. Sie sollte sogar von Ihnen erwarten, dass Sie sofort konvertieren. Sie könnten einen Autounfall auf der Heimfahrt haben". Mein Vater und ich sind ohne Autounfall zurückgefahren. Am Abend hatte ich eine grosse Angst. Ich versuchte, mich zu überzeugen, dass ich glaubte; ich betete zu Jesus, in mein Leben zu kommen (was eine schlechte Methode ist: ich liess Gott keine Wahl, ich forderte von ihm, der Gott der Bibel zu sein, obwohl ich keinen Grund hatte, es zu tun, da ich es nicht wusste, aber ich war wegen der biblischen Drohungen, die der Pastor mir mitgeteilt hatte, sehr nervös). Ich entschied zu glauben, auch wenn ich nicht wusste und die Bibel für mich ungelöste Probleme hatte. Es ist doch unmöglich, wenn man ehrlich ist. Man entscheidet nicht, zu glauben. Der Glaube entsteht oder verschwindet von alleine mit den Tatsachen, die man kennt. Aber ich hatte Angst, ohne Glauben zu sterben, und an diesem Abend dachte ich, dass dieser Pastor über mich prophezeit hatte, dass was er gesagt hatte vielleicht eine Warnung von Gott war, damit ich konvertierte, bevor ich (in der nächsten Nacht?) starb.


Nach mehreren Stunden schaffte ich es, den Eindruck zu haben, überzeugt zu sein, dass ich glaubte, die Bibel Gottes Wort war, und dass Jesus für meine Sünden am Kreuz gestorben und auferstanden war. Ich fühlte mich plötzlich sehr wohl, sehr glücklich. Ich habe einen Brief für meine Familie geschrieben, falls ich in der Nacht sterben sollte: "Falls ich ein Problem in der Nacht hatte, macht euch keine Sorge: ich bin gerettet!". Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht. Ich habe meinen Eltern gesagt, dass ich konvertiert hatte; sie haben entschlossen, am Abend in einem Restaurant zu feiern. Bei diesem Fest würde ich meinen Schwestern die gute Nachricht verraten. Das war aber komisch, denn meine Schwestern kannten mich als einen guten Christ, und sie hatten noch keine Ahnung von meinen Überlegungen über den Islam. Die Situation war um so komischer, dass ich am Nachmittag spazierengegangen war, und in meinem Kopf ständig Debatten mit dem Patsor über die Bibel stattgefunden hatten, bei denen ich bibelkritisch war. Ich versuchte, dagegen zu kämpfen, aber die Argumente gegen das evangelikale Dogma waren gut, und was ich wegen dieses Pastors getan hatte war absurd, im Tiefsten meiner Seele wusste ich das, auch wenn ich das in diesem Zeitpunkt nicht akzeptieren wollte. Am Abend haben wir im Retaurant gefeiert. Ein paar Tage später hat mein Studium in einer neuen Stadt wieder angefangen. Ich habe Kontakt mit einer christlichen Gruppe für Studenten geschlossen. Aber die Tatsachen, die ich über die Bibel kannte, kamen immer wieder in meinem Kopf, und wegen meiner Liebe zur Wahrheit waren sie mir unerträglich. Mein Glaube sank, mein Zorn gegen diesen Pastor wurde immer stärker, immer mehr erkannte ich, dass ich diese "Bekehrung" wegen der Angst vor der Hölle gemacht hatte, und dass die Furcht, für die Ewigkeit gequält zu werden, mich dazu gebracht hatte, auf meine Lust nach Wahrheit zu verzichten. Schliesslich habe ich wieder die Tatsache akzeptiert, dass ich nicht glaubte, und ich war in der selben Lage wie vor meinem Treffen mit diesem Pastor.


Dieses Jahr hatte ich einen besseren Internetzugang an der Uni, so dass ich Debatten Islam/Christentum auf dem Web betrachtete. Ich habe die Foren entdeckt. Mir hat die Art der Debatten nicht gefallen. Sowohl die Evangelikalen als auch die orthodoxen Muslime waren voll von Überzeugungen, und ganz egal was passierte, sie blieben immer überzeugt, dass sie recht hatten (ihre jeweiligen Religionen zwingen sie sazu, sonst gehen sie in die Hölle); obwohl es nur eine einzige Wahrheit gibt, und wenn Gott eine Religion geschickt hat, an die man unbedingt glauben muss, um gerettet zu werden, dann soll jeder ehrliche Mensch sie ganz natürlicherweise finden, auch wenn er aus beliebiegen Gründen davor eine andere Religion hatte. Aber mit dem Internet konnte ich nicht das religiöse Rätsel lösen. Ich bin deshalb zu einer Moschee gegangen, um konvertierte Muslime zu treffen. Einmal ging ich mit dem Imam zu einem ehemaligen katholischen Franzosen, der dann Muslim geworden war. Wir waren auf dem Weg, als ich ihm gesagt habe, dass ich schrecklich fand, dass ein ehemaliger Muslim getötet werden musste. Er hat geantwortet: "Wer hat dir das gesagt? Aber das ist falsch! Im Islam gibt es keine Todesstrafe für Apostasie". Aber ich hatte den konvertierten Franzosen (einer der wenigen von mir gesehenen konvertierten Muslime, die ihre Religion gut kannten) gefragt, und der hatte mir vor dem Imam die Hinrichtung des Apostats bestätigt; ein paar Tage später sagte mir der Imam: "Ja, das ist richtig, der Islam verlangt, dass man die ehemaligen Muslime umbringt". Sie verstehen natürlich, dass solche Dinge keinen guten Eindruck machen. Einmal hat er mich zu einem Kebab eingeladen. Er wollte mit mir sprechen, um zu wissen, wie ich zum Islam stand. Ich habe ihn fast die ganze Zeit zurechtgewiesen, ich hoffe für ihn, dass er in diesem Kebab nicht bekannt war. Das habe ich getan, weil er mir gelogen hatte, und auch weil er andere Dummheiten sagte. Zum Beispiel hatte mir der französische orthodoxe Muslim gesagt, dass er ganz aufgehört habe, Musik zu hören, weil der "Prophet" Mohammed die Musik verboten habe. Er hatte gesagt, die Musik sei im Islam verboten. Da hatte ich gedacht, dass viele Vorschriften des Islams sehr schwierig sind, und dass die meiste Konversionen nur durch die Ignoranz von solchen Punkten möglich gewesen war. Im Kebab habe ich mit dem Imam davon gesprochen. Er hat geantwortet: "Weisst du, ich bin auch Muslim, und ich höre trotzdem Musik zu. Und in Algerien hören alle Musik zu!". Das war überhaupt nicht ernst. Er hätte sagen dürfen, dass die Musik seiner Meinung nach im Islam nicht verboten war, und dann seine Argumente bringen. Er hätte auch sagen dürfen, dass er nicht glaubte, dass der Islam die Hinrichtung des Apostates verlangt, und nochmal Argumente mitbringen. Aber da war seine Weise, mit der Religion umzugehen, besonders daneben für jemand, der die Wahrheit sucht.


Der französische Muslim war aber ehrlich. So ehrlich, dass er mir nichts verschwieg. Er sagte mir alles, selbst das, was mich schockieren konnte. Ich habe Vorschriften entdeckt, die ich einige Monate früher niemals akzeptiert hätte. Aber jetzt war ich in der Lage, sie zu akzeptieren, zum grössten Teil weil ich die selben oder noch schlimmere Vorschriften in der Bibel (im alten Testament) gefunden hatte. Dann durfte ich nicht sagen: "Wenn der Islam solche schreckliche Vorschriften enthält, bedeutet das, dass diese Religion nicht von Gott kommen kann. Gott hätte das nie gesagt!". Doch tun das viele evangelikalen Christen, und sie vergessen wohl ihre eigenen "heiligen Bücher". Wenn ich mich für die Bibel entschloss, musste ich schlimmere Sachen akzeptieren. Deshalb untersuchte ich weiter den Islam, obwohl ich Inhalte in den islamischen Quellen fand, die schwierig zu akzeptieren waren. Dieser Mann gehorschte ganz dem Koran und der Sunna. Ich durfte seine Frau nicht sehen: wenn ich bei ihm ass, kochte sie, dann kloppfte sie an der Tür, ihr Mann ging zu ihr und brachte mir das Essen. Sie ass allein, damit die Männer sie nicht sehen konnten. Einmal gab es eine Reportage im Fernsehen über die Gafangenen von Guantanamo; er hat gesagt: "Hamdulila, unsere Brüder in Guantanamo! Unglaublich diese Propaganda über Ussama Ben Laden: die Medien behaupten ständig, er sei kein richtiger Muslim; das ist falsch, er ist ein richtiger Muslim!". Die von mir betroffenen Muslime waren nicht alle so wie er, aber ich hatte damals den Eindruck, dass der Koran und die Sunna auf seiner Seite waren. Heute meine ich aber, dass es nicht so einfach ist. Insbesondere der Koran allein ist so unklar, das man aus ihm eine Sache und ihr Gegenteil verstehen kann. Aber seine Meinung entspricht, was ich heute als orthodoxen Islam bezeichne, also der Religion, die sowohl auf den Koran, als auch auf die Sunna und den Konsensus basiert (und die nicht viel mit anderen Arten von Islam zu tun hat, die Abstand zu manchen Quellen nehmen, und nicht unbedingt behaupten, die absolute Wahrheit zu sein, an die jeder glauben sollte). Nach und nach bin ich agnostisch geworden. Aus diesen Gründen, aber auch aus rationellen Gründen, von denen ein grosser Teil auf dieser Website zu finden sind.


Mit der Zeit habe ich mich an die Tatsache gewöhnt, dass "Gott", wenn es ihn gibt, keine Religion geschickt hat. Am Anfang war das schwierig, weil ich meine ganze Kindheit die zweifellose Versicherung gehabt hatte, nach dem Tod ewig zu leben (ich hielt es allerdings noch lange für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich). Aber ich war mit keiner Religion mit Absolutheitsanspruch zufrieden. Ich war der Meinung, dass das Leben ein riesiges und spannendes Rätselspiel ist, mit dem Ziel, ein unglaubliches Abenteuer zu erleben, und Indizen zu suchen, um einen Teil des spannenden spirituellen Rätsels zu lösen. Nach dieser Agnostiker-Deist - Phase bin ich schließlich Atheist geworden (hier sind ein paar Gründe).





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