Antworten auf Argumente von Gläubigen


Manche Themen betreffen alle Religionen, und manche gebrauchen eine zu kurze Antwort. Die werden also auf dieser Seite behandelt. Oben finden Sie die Liste der einzelnen Themen, und wenn Sie eines interessant finden, klicken Sie darauf. Ich weise darauf hin, dass ich oft insbesondere das evangelikale Christentum und den orthodoxen Islam meine, wenn ich von "Christentum" und "Islam" spreche. Seitdem diese Seite geschrieben wurde, hat sich meine Meinung einigermassen geändert: hier clicken, um mehr darüber zu wissen. Diese Seite lasse ich aber zur Zeit so. Etwas anderes: die von mir angegeben Antworten entsprechen einem agnostischen, sogar deistischen Standpunkt; aber mittlerweile bin ich Atheist geworden (hier ein Paar Gründe warum). Aus diesem Grund, und auch wegen der "Veralterung" der Seite, entsprechen diese Antworten nicht mehr immer denen, die ich heute machen würde. Dennoch sind diese alten Antworten immer noch interessant, und sie leisten einen guten Beitrag zur Debatte.


Inhalt:


Wenn Gott existiert, kann er nicht die Menschheit in der Unkenntnis gelassen haben, sondern es steht fest, dass er eine Offenbarung geschickt hat, damit die Menschen seinen Willen und den Grund für diese Welt kennen.

Wenn ich die "wissenschaftlichen Wunder" des Korans widerlege, höre ich ständig: "Wer bist du, um die wichtigsten Wissenschaftler der Welt zu widersprechen? Glaubst du vielleicht, dass du klüger als sie bist?.

Ohne die religiösen Werte hat der Mensch keine Ethik und keine Moral mehr, sie werden egoistisch, etc...

Die Ungläubigen glauben auch, nur sie glauben an menschliche Lehren, während wir Gläubigen an Gottes Wort glauben

Sie haben keine Religion, was ist also der Sinn des Lebens für Sie?



Wenn Gott existiert, kann er nicht die Menschheit in der Unkenntnis, ohne Hinweis oder Anweisung gelassen haben, sondern es steht fest, dass er eine Offenbarung geschickt hat, damit die Menschen seinen Willen und den Grund für diese Welt kennen. Also muss eine der heutigen Religionen die Wahrheit sein.


Ich werde auf zwei verschiedenen Weisen antworten. Ich werde zuerst zeigen, warum das Judentum, das Christentum und der Islam selbst diese Bedingung nicht erfüllen und voraussetzen, dass Gott durchaus die Menschheit oder einen Teil von ihr ohne Offenbarung lassen kann. Dann werde ich erklären, warum Gott dem Menschen keine Offenarung geschickt hat.

Die Chisten glauben, dass Gott zuerst nur den Hebräern eine Offenbarung geschickt habe. Das heisst: nach dem christlichen Glauben hatte die Offenbarung Gottes nur dieses Volk erreicht, die anderen hatten aber gar nichts bekommen: deshalb hatten sie nur falsche Religionen, und sie hatten nicht die Möglichkeit, die Wahrheit zu finden. Auch nach Jesus Christus wurde das Christentum nach und nach verbreitet, aber selbst in Europa haben die Leute lange nicht vom Evangelium gehört, oder sie hatten ein falsches Evangelium (nach den heutigen christlichen Kriterien) bekommen. Es war noch schlimmer mit Afrika, Amerika, Australien und Ostasien, die erst viel später missionniert wurden (Entdeckung von Amerika: 1492). Nach dem christlichen Glauben selbst konnten diese Leute nicht die Wahrheit, "Gottes Wort", finden. Es ist heute noch mit ein paar seltenen isolierten Regionen und manchen sehr strengen islamischen Ländern der Fall.

Muslime glauben, dass alle Völker, und nicht nur die Hebräer, eine Offenbarung von Gott bekommen haben. Aber sie glauben auch, dass die vom jeweiligen Propheten beigebrachte Religion (die immer der Islam war) sich danach mit der Zeit verändert hat, so dass sie immer mehr zu einer Ketzerei, die nichts mit dem Islam zu tun hat, wurde. So hatten die Araber vor Mohammed nach dem islamischen Glauben keinen Zugang zur Wahrheit. Genauso ging es den meisten Europäern noch viele Jahrhunderte nach Mohammed (in katholisch Europa hatten die Leute keine Ahnung vom Islam). Also lehren das Christentum (und das Judentum) und der Islam, dass es Zeiten und Regionen gegeben hat, in denen die Leute überhaupt keine Offenbarung von Gott hatten, und einfach so gelassen waren, weil die "wahre Religion" sie noch nicht erreicht hatte. Also können die monotheistischen Gläubigen nicht dieses Argument (Gott könne uns nicht in der Ungewissheit gelassen haben und hae bestimmt eine Offenbarung geschickt) benutzen, um der deistischen Sicht zu widerlegen, sonst widerlegen sie auch ihrer eigenen Religion zur gleichen Zeit!

Jetzt nehmen wir an, dass die Leute der von der "wahren Religion" nicht erreichten Regionen so wie die heutigen Monotheisten denken: Gott, oder die Götzen, oder einer der Götzen, muss ihnen eine Offenbarung geschickt haben. Dann werden sie unbedingt eine Religion annehmen, die in ihrer Region zu ihrer Zeit existiert. Denn nach diesem Argument (dem selben Argument wie die Christen und Muslime heute) muss eine von ihnen bekannte Religion die Wahrheit sein. Aber nach den heutigen Monotheisten waren diese Ungläubigen in der selben Situation wie sich die Deisten heute ihre Situation vorstellen: sie konnten die absolute Wahrheit nicht finden. Aber diese Tatsache verneinen die heutigen monotheistischen Gläubigen für heute, genau so wie manche Leute in den von der "wahren Religion" nicht erreichten Gebieten es bestimmt taten, um neue Mitglieder für ihre damalige Religion zu kriegen. Wie sieht es aus? Sind wir heute in der selben Situation wie die Völker, die das Christentum (in der christlichen Sicht) beziehungsweise der Islam (in der islamischen Sicht) noch nicht erreicht hatten? Oder hat uns "die wahre Religion" inzwischen erreicht?

Ich meine, der Mensch ist natürlicherweise deistisch: er hat die Möglichkeit, einzusehen, dass es sehr wahrscheinlich etwas anderes gibt als die Welt die er kennt. Diese Welt allein ist nicht erklärbar. Dies bedeutet, dass seine Taten nicht neutral gegenüber einem Wesen, das er nicht versteht, sind. Er hat aber keine Anweisungen von diesem Wesen. Und seine Erfahrung zeigt ihm, dass es in dieser Welt sowieso nicht möglich ist. Sehr oft, wenn man ganz ohne Zweifel an etwas glaubte, erweist es sich später als falsch, oder stellt sich heraus, dass die Sache ein richtiger Chaos war, und dass man zu begrenzt ist, um die Wahrheit über diese Tatsache zu erfahren. Nehmen wir als Beispiel die Entstehung der Religionen: sie sind in der totalen Unordnung entstanden, und man kann weder die Echtheit der Texte noch die Richtigkeit ihrer Behauptung, die einzige Wahrheit zu sein, beweisen. Noch schlimmer als heute war die Desinformation über sie total. Manche Leute hatten kein Proble damit zu lügen, um ihr Ziel zu erreichen, andere veränderten die Texte, noch andere waren überzeugt, eine Offenbarung (Traum, usw...) von Gott bekommen zu haben, die der früheren Theologie widersprach. Manche theologische Änderungen waren auf politische bzw. militäre Ziele zurückzuführen, etc... In den ersten Jahrhunderten ab es eine Unendlichkeit von verschiedenen und widersprüchligen Christentumen, und um ein Harr hätte eine andere Art des Christentums gewonnen. Es gab eine Menge verschiedene Evangelien, und die Bischoffe haben sich gestritten, um zu entscheiden, welche von Gott, und welche Ketzerei waren. Was den Koran betrifft, sind wir nicht mal sicher, ihn in der guten Sprache zu lesen: manche Verse bedeuten gar nichts, wenn man davon ausgeht, dass sie auf arabisch geschrieben sind, sie bekommen aber plötzlich einen klaren Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sie in syrisch sind. Der Chaos ist total für die Hadiths. Einer sagt sogar aus, Mohammed habe verboten, dass man seine Worte schreibt! Usw... Wegen der Eigenschaften dieser Welt und insbesondere des Menschen ist es unmöglich, ihm eine perfekte Offenbarung zu schicken. Es gint auch keinen absoluten Beweis, sondern nur Wahrscheinlichkeiten (die zwar sehr hoch sein können). Alles ist bestreitbar, unperfekt. Ales wird von einer Person anders als von einer anderen Person verstanden. Etc...

Aus diesen Gründen haben wir keine direkten Anweisungen von Gott. Das bedeutet, dass es manchmal schwieig ist, sicher zu wissen, was gut oder schlecht ist (und oft ist es komplizierter). Für manche Sachen können wir es gut bestimmen, für andere aber nicht. Ich höre schon die triumphierenden Gläubigen: "Ah ah, seht ihr, wohin der Unglaube euch führt! Wir Gläubigen haben genaue Anweisungen von Gott!". Sie haben aber nur menschliche Meinungen (so lange nicht bewiesen ist, dass sie von Gott sind), nur sie halten sie für Gottes Wort, und diese Vorschriften sind sehr alt, inzwischen hat der Mensch Fortschritte gemacht. Zum Beispiel: in der Bibel gilt Homosexualität als eine Perversion. Im alten Testament steht sogar, dass Homosexuelle getötet werden müssen. Die Ungläubigen haben aber keine Anweisungen über dieses Thema, was sie heutzutage zur Toleranz führt. Wenn man die Homosexuellen zwingt, heterosexuell zu werden, und wenn sich irgendwann herausstellt, dass Homosexualität gar nicht schlecht oder unnatürlich war, und dass Homosexuellen als heterosexuell nicht glücklich sind, haben wir das Leben von vielen Leuten umsonst versäumt! Deshalb führt die Tatsache, dass es keine Anweisung gibt, zur Toleranz.

Noch ein Punkt: wie kommt es, dass Gott uns in einer Welt geschaffen hat, der so ist, dass man die Wahrheit nicht erreichen kann, und dass man in der Ungewissheit und der Unsicherheit bleibt? Alle Hypothesen, um diese Frage zu benatworten, sind erlaubt. Stellen Sie sich folgendes vor: das Leben kann ein riesiges Abenteuer-Spiel, an das wir freiwillig und bewusst vor unserer Geburt teilzunehmen entschlossen haben (obwohl das Wort "bevor" nicht viel Sinn hat, wenn es um das Leben ausser unserem Universum geht). Das aus irgendeinem Grund, das wir heute nicht kennen. Oder vielleicht, weil wir ein spannendes geheimnis -und rätselvolles Abenteuer und viele schöne Erfahrungen erleben wollten? Was machen wir, wenn wir uns einen Film ansehen? Wir erzeugen damit starke Gefühlsregungen, es ist das Ziel. Ich nehme das Beispiel der Serie Lost. Es geht um ein Flugzeug, dass auf einer Insel abstürzt. Komischerweise überleben die meisten Passagiere. Auf der Insel finden ganz komische, unerklärbare und extrem geheimnisvolle Sachen statt. Das schafft eine unglaubliche Spannung. Die Insel scheint selbst, ganz komische Eigenschaften zu haben. Und wer sind die geheimnisvollen sogenannten anderen, die offenbar schon auf der Insel waren? Was soll denn das alles? Die Überlebenden kriegen in oft in manchen bestimmten Situationen auf der Insel Erinnerungen (Flashbacks) daran, was vor dem Absturz passiert ist. Etwas kommisches scheint passiert zu sein, bevor sie in das Flugzeug eintraten, und manche scheinen auf einer ganz geheimnisvollen Weise gewarnt worden... Warum schauen wir uns einen solchen Film an? Weil wir diese Art von Geschichte mögen, und wenn wir uns den Film ansehen, erleben wir sie auch irgendwie. Und könnte es nicht sein, dass wir Lust gehabt haben, so eine abenteuerische Geschichte wirklich zu erleben? Denn das ist genau das Leben! Wenn ja, versteht man, warum diese Welt so ist, dass die Menschen (und sehr wahrscheinlich auch die Tiere, die mit den selben Naturgesetzen leben) die Wahrheit nicht erreichen können, sondern in einer Welt der Ungewissheit und der Desinformation leben: das gehört einfach zu den Regeln des Spieles. Genau so wie die Tatsache, dass wir uns nicht mehr daran erinnern können, was vor unserer Geburt passiert ist, und was das alles sein soll (das wäre nicht mehr spannend)!



Wenn ich die "wissenschaftlichen Wunder" des Korans widerlege, höre ich ständig: "Wer bist du, um die wichtigsten Wissenschaftler der Welt zu widersprechen? Glaubst du vielleicht, dass du klüger als sie bist?.

.Neues über dieses Thema: zum Artikel über die Wissenschaftler, die Werbung gemacht haben . Ich lasse aber den Artikel dieser Seite unverändert.

Meine Antwort: Wenn ein Wissenschaftler seine Meinung bekanntgibt, muss man nicht blind und ohne Kritik an alles glauben. Diese Leute sind auch Menschen mit ihren Schwächen (Unsicherheit davon, was nach dem Tod passiert, Kampf zwischen der Vernunft und den Gefühlen, als Menschen bestimmt nicht immer die Vernunft unsere Entscheidungen). Zweitens haben die Wissenschaftler nicht alle die selbe Meinung von denen der Videokassette "Das ist die Wahrheit". Die islamische Propaganda ist so, dass man den Eindruck hat, dass die Meinung der Wissenschaftler der Videokassette "Das ist die Wahrheit" in der wissenschaftlichen Gemeinschaft gilt. Das ist aber überhaupt nicht der Fall. Manche Forscher haben gesagt, dass sie nicht zustimmten. Wenn ein Wissenschaftler sagt, dass er Wunder im Koran findet, spricht er nur für sich selbst, und nicht die ganze wissenschaftliche Gemeinschaft. Aber natürlich werden auf Videokassetten nur die Forscher gezeigt, die Reklame für den Islam machen, nicht die anderen, die eine andere Meinung haben. Drittens: je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr habe ich den Eindruck, dass etwas dahinter steckt. Wenn man die so genannten "wunderbaren Verse" betrachtet, hat man nicht wirklich den Eindruck, dass es tatsächlich ein Wunder gibt. Manchmal denkt man, dass es nicht durchaus möglich ist, dass ein Beduin aus dem VI. Jahrhundert das schreibt, da ältere Schriftsteller das selbe "Wunder" viel früher geschrieben haben, ohne "Propheten zu sein", weil manche wissenschaftliche des Korans falsch sind oder einfach weil die "wunderbaren Beschreibungen" von Mohammed mit einer visuellen Beobachtung übereinstimmen. Aber ein Wissenschaftler sagt, dass es ein Wunder gibt, dass man das zu Mohammeds Zeit nicht wissen konnte, also glaubt man daran. Ich habe das Gefühl, dass viele Indizien darauf hinweisen, dass diese Wissenschaftler bestochen wurden. Ich weiß, es hört sich wie Fiktion. Vor weniger Zeit hätte ich auch nicht daran glauben können. Aber jetzt habe ich so viele Täuschungen von den Islamisten gesehen, dass nichts mehr mich bewundert. Auf dieser Website habe ich von einigen Erfahrungen gesprochen (siehe zB. den Bericht über die Lügen von Islamisten, es geht unter anderem um eine wissenschaftliche Website (http://www.cirs.net), die Reklame für ein Buch über das angebliche numerische Wunder des Korans macht. Die Wissenschaftler des CIRS sagen: "Wir sind wirklich erstaunt, für uns ist jetzt klar, dass der Koran Gottes Wort ist". Das Proplem: dieses Institut existiert nicht! Das ist eine Täuschung, damit die Leute an das numerische Wunder des Korans glauben. Siehe meine Seite über Hamidullahs Listen (Hamidullah ist der Autor der bekanntester Übersetzung des Korans)). Ich weiß auch, wovon Saudi Arabia fähig ist. Dieses Land verbreitet den Islam durch alle möglichen Methoden mit dem Geld des Petroleums. Ich kenne auch die wirtschaftliche Situation der Forscher. Es ist nicht immer einfach, genug Geld zu bekommen, und eine wissenschaftliche Studie durchzuführen. Sehr oft sind die Forscher nicht unabhängig: sie bekommen zB. Geld von einem Betrieb, aber dann müssen die Ergebnisse der Studie die Nachfrage erhöhen. Aus all diesen Gründen denke ich, dass mache Wissenschaftler von Saudi Arabia bezahlt wurden, um Reklame für den Islam zu machen. Natürlich kann ich das nicht beweisen (noch nicht). Aber das Gegenteil kann man auch nicht beweisen, es besteht ein Zweifel, so dass wir nicht bind an die Aussagen von den Wissenschaftlern von der Video "Das ist die Wahrheit" glauben können. Wir sollen die Sache selbst erforschen, um eine eigene Meinung zu bekommen, anstatt Leuten blind zu vertrauen, derer Ziele wir nicht kennen.



Ohne die religiösen Werte hat der Mensch keine Ethik und keine Moral mehr, er wird egoistisch, etc... Ein religiöser Mensch befürchtet Gottes Strafe, und er tut das Böse nicht, während ein Ungläubiger nichts hat, dass ihn verhindert, das schlechte zu tun. Er wird nur an sich selbst denken, er wird ständig versuchen, an den anderen vorbeizukommen, weil er keine Sprache von Gott befürchtet.

Meine Antwort: Ich behaupte das Gegenteil. Zum Beispiel in Europa hat das menschliche Leben mehr Wert als in der Vergangenheit, als die Religion stark war. In den Gesellschaften wo die Religion schwach ist, ist der Mord als ein viel schlimmeres Verbrechen angesehen. Warum? In diesen Gesellschaften weiß man nicht, was nach dem Tod passiert. Wenn es sicher ist, dass wir nach dem Tod ins Paradies kommen, ist jemandes Tod nicht mehr so wichtig. Und man kann Simon de Montfort verstehen, der bei der albischer Kreuzfahrt (einem Krieg gegen die Katharen) in Südfrankreich gesagt hat: "Töten Sie die ganze Bevölkerung von Albi: Gott wird die Gläubigen erkennen". Er meinte: "Wir müssen die Katharen töten, aber wir können nicht wissen, wer khatarisch und wer katholisch ist. Die Lösung: wir bringen die ganze Bevölkerung um. Wir werden zwar unschuldige töten (die Katholiken), aber das ist nicht schlimm, da sie sofort ins Paradies kommen". Wenn Simon de Monfort agnostisch gewesen wäre, hätte er Angst gehabt, diese "unschuldigen Katholiken" endgültig auszulöschen, ihr Tod wäre ihm schlimmer aufgefallen.

Allgemein: die Religion zwingt die Denkweise der Möhre und des Stockes auf: göttliche Strafe, wenn einer eine schlechte Tat bebangen hat, Belohnung, wenn einer eine gute Tat begangen hat. Ich meine, es ist nicht gut, die Leute an so eine Vorstellung zu gewöhnen. Die richtige Tugend besteht nicht darin, dem Gesetz des Stärksten (hier: "Gott") zu gehorchen. Ich finde es besser, das Gute zu tun, ohne irgendeine Belohnung zu erwarten. Das Gesetz des Stärksten ist nicht immer gut. Zum Beispiel enthält das Judentum gute, aber auch sehr schlimme Vorschriften. Jede 7 Jahre werden die Schulden gelöscht (darüber lässt sich streiten, ob dieses Gesetz gut oder schlecht ist: mache können davon profitieren), in den Feldern dürfen die Angestellten nicht alles nehmen, sie müssen auch ein bisschen für die Armen lassen. Aber die Thora enthält auch rassistische Vorschriften. Manche Völker werden als ewige Feinde vorgestellt, Gott-Moses verlangt, dass alle Völker von Kanaan (die vor den Israeliten im Nahen Osten wohnten) vernichtet werden, um ihren Platz einzunehmen. Ein Stamm wird die List benutzen, um einen Vertrag mit den Israeliten zu machen, um nicht getötet zu werden: sie werden zwar nicht umgebracht, aber sie müssen für immer für die Israeliten arbeiten. Etc... Nehmen wir uns einen jüdischen Israelit. Er wird zwar den positiven Gesetzen der Thora gehorchen (zum Beispiel allen Vorschriften für die Armen), aber er wird sich auch (in der Theorie) gezwungen fühlen, den schlechten Gesetzten der Thora zu folgen (in der Praxis wird er die Vorschiften, die zu weit vom Zeitgeist seiner Gesellschaft sind, weglassen: zum Beispiel wird er meistens immer noch meinen, dass Homosexualität eine Sünde ist, aber nicht, dass Homosexuellen zum Tode verurteilt werden müssen, obwohl das alte Testament das verlangt). Nehmen wir uns jetzt einen nicht-jüdischen Israelit (der verstanden hat, dass Moses sein Volk betrogen hat). Wenn er ein guter Mensch ist, wird er auch oft die guten Vorschriften der Thora einhalten. Aber er wird häufig ein besserer Mensch sein in den Bereichen, wo sein "heiliges Buch" schiefgeht. Wenn alle religiösen Vorschriften gut wären... Aber das ist überhaupt nicht der Fall: die "göttlichen Gesetze" sind nichts anderes als der Wille des Königs, der die entsprechende Religion erfunden hat, und die Übertragung von den damaligen Werten. Und was für Werte! Meistens sind sie zum Kotzen. Während ein Ungläubige frei ist, das Übel oder das Gute zu tun, ist der Ungläubige oft gezwungen, das Übel zu machen, weil er Gottes Strafe befürchtet. Im übrigens verliert der Gläubige, der dem Gesetz des Stärksten gehorcht, den Sinn der Verantwortung. Das ist überhaupt nicht pädagogisch; ich meine, es ist besser, den Leuten die Verantwortung für ihre Handlungen beizubringen, als sie an die Möhre und den Stock zu gewöhnen.



Die Ungläubigen glauben auch, nur sie glauben an menschliche Lehren, während wir Gläubigen an Gottes Wort glauben. Unser Glaube basiert auf dem, was Gott gesagt hat, während der Glaube von den Ungläubigen auf dem basiert, was Menschen (zB. die so genannten "Philosophen der Lichter") gesagt haben.

Meine Antwort: Diese Behauptung ist eine Verdrehung der Wirklichkeit. Ein richtiger Christ glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist, und dass dieses Buch keinen Fehler enthalten kann. Worauf basiert dieser Glaube? Was wissen wir über die Bibel? Wir wissen relativ wenig über dieses Buch, wenn wir objektiv sind. Das Alte Testament hat sich nach und nach gebildet, aber wir wissen nicht wie. Wir kennen nicht alle Autoren seiner Bücher. Manche behaupten, Gottes Wort zu sein, manche aber nicht. Wir wissen nicht, wie die Juden entschieden, ob ein Buch "Gottes Wort" oder nicht war. Im übrigen wurde ihr Kanon (Liste der Bücher, die man für "Gottes Wort" hält) erst im I. Jahrhundert nach Christus festgelegt. Ebenso verfügten die ersten christlichen Gemeinschaften über viele Schriften aus verschiedenen Herkünften. Manche sind anonym (aber vielleicht war der Autor damals bekannt?), manche sind von einem Apostel Jesu oder einem Freund von einem Apostel unterschrieben worden. Wir wissen sehr wenig über die Herkunft dieser Bücher. Sie stimmen nicht immer überein. Manchmal stehen manche im Widerspruch, was die historischen Berichte und/oder was die theologische Lehre betrifft. Die ersten christlichen Gemeinschaften haben einige Bücher als "Gottes Wort" anerkannt, aber andere nicht. Was war ihr Kriterium? Wir wissen es nicht. Die Auswählung der Bücher, die als "Gottes Wort" galten, konnte von einer Gemeinschaft zur anderen nicht gleich sein.

Im IV. Jahrhundert hat die Kirche zwei Konzile organisiert (in Hyppon und in Karthago), um den biblischen Kanon ein für allemal festzulegen (um endgültig zu entscheiden, welche Bücher von Gott, und welche Menschenwerke waren). Nach aufgeregten Debatten wurde ein Konsens angenommen. Manche Bücher wurden von allen Bischöfen angenommen oder zurückgewiesen. Andere aber wurden um ein Haar angenommen oder zurückgewiesen, weil die einzelnen Bischöfe nicht der selben Meinung waren. Schließlich entschied sich die Kirche für die 66 Bücher der heutigen protestantischen Bibel. Soviel ich weiß, wurde diese Wahl nicht öffentlich vor der Entstehung des Protestantismus wieder in Frage gestellt. Aber Luther meinte (der Gründer des Protestantismus) meinte unter anderem, dass der Brief von Jakobus sowohl ein Menschenwerk, als auch eine Lüge war. Im Rahmen der Gegen-Reform hat die katholische Kirche zusätzliche Bücher in ihren biblischen Kanon hinzugefügt (die bisher als Menschenwerke galten). Nach der Geschichte hat die Verbreitung des Christentums zuerst pazifistisch (und trotz der Verfolgung), dann aber durch die Kraft stattgefunden (da diese Religion zur Staatsreligion geworden war). Europa hat wegen der 2. Verbreitungsmethode christliche Wurzeln. Aber heute können wir die Glaubensfreiheit genießen. Die Bibel behauptet nicht, Gottes Wort zu sein. Manche Bücher von dieser Sammlung behaupten es, andere nicht. Wenn ein Autor behauptet, im Namen Gottes geschrieben zu haben, spricht er nur von seinem Buch und nicht von den anderen, die er vielleicht nicht kannte, und mit denen er nicht unbedingt immer einverstanden ist: die Bibel hat all diese Bücher im IV. Jahrhundert miteinander verbunden, und wir wissen nicht, was die einzelnen Autoren gedacht hätten, wenn sie das gewusst hätten.

Das wissen wir über die Bibel. Daraus kann man nicht schließen, dass diese Sammlung Gottes Wort ist. Die Christen behaupten, dass ihr Glauben auf dem basiert, was Gott gesagt hat, aber eine objektive Analyse lässt uns nicht schließen, dass ihr "heiliges Buch" tatsächlich von Gott kommt. Die Christen sollen vielen Menschenaussagen vertrauen, um an die Bibel glauben zu können. Sie sollen den einzelnen Schriftstellern der Bibel glauben, die Gott sprechen lassen (oder die im Namen Gottes sprechen), sie sollen der katholischen Kirche anvertrauen, und glauben, dass sie sich trotz der unterschiedlichen und widersprüchlichen Meinungen der Bischöfen bei den Konzilen von Hyppon und Karthago nicht getäuscht hat, als sie die einzelnen Bücher der Bibel ausgewählt hat. Und das, obwohl die Bischöfe wahrscheinlich nicht ganz frei waren (zum Beispiel beim Konzil von Nicäa hatte Arius eine andere Meinung als der römische Kaiser: er ist verbannt worden). Wenn man objektiv ist, merkt man, dass der Glaube der Christen weitaus auf dem was Menschen gesagt haben gegründet ist. Den anderen Religionen geht es auch so. Die Moslems und die Juden behaupten auch, ihren Glauben auf Gottes Wort zu basieren, im Gegensatz zu den Ungläubigen, die ihren Glauben auf dem basieren, was Menschen gesagt haben. Doch stimmen die einzelnen "heiligen Schriften" nicht überein, "Gott" sagt nicht allen das gleiche, die eine Religion widerspricht die andere. Es gibt ein Problem, oder? Die Christen basieren ihren Glauben auf Gott, der ihnen sagt, dass sie glauben müssen, Jesus sei Gottes Sohn (also Gott), er sei für ihre Sünden am Kreuz gestorben, er sei aber wiederauferstanden, um nicht in die Hölle, sondern ins Paradies zu gehen. Die Moslems sagen auch, dass sie ihren Glauben auf Gott basieren, der ihnen sagt, dass die Christen falsch haben, dass man glauben muss, Jesus sei ein normaler Mensch, er sei nicht am Kreuz gestorben, um den Flammen der Hölle zu entkommen... Wie Sie sehen: die Gläubigen gründen ihren Glauben auf dem, was Menschen gesagt haben. Wenn diese Menschen die Wahrheit gesagt haben, dann ist das gut. Aber wenn nicht, ist ihre Behauptung, an Gottes Wort zu glauben, falsch. Und die Antwort auf diese Frage bekommt man, wenn man die einzelnen "heiligen Schriften" objektiv erforscht, wenn man nicht alles tut, um den im voraus gewählten Schluss zu erreichen. Aber leider verhindern die Religion, die den Glauben befehlen (um ins Paradies zu kommen), dass man ehrlich denkt. Der Gläubige muss glauben, er darf sich nicht vorstellen, dass er einen anderen Schluss erreichen wird: das wäre schon Unglaube.

Also basieren die Gläubigen ihren Glauben auf dem, was Menschen gesagt haben, was Menschen geschrieben haben, und sie vertrauen diesen Schriften ganz, sehr oft blind und ohne die Vernunft zu benutzen, und sie lehnen automatisch all die anderen menschlichen Aussagen ab, die ihren Glauben widersprechen. Im Falle des Christentums und des Islams dürfen die Gläubigen diese menschlichen Aussagen nicht wieder in Frage stellen, es ist eine Pflicht, daran zu glauben, um ins Paradies und nicht in die Hölle zu kommen. Diese Drohung reicht aus, damit einer sich die guten fragen nicht stellt. Ich weiß wovon ich spreche: in der Vergangenheit bin ich auch so gewesen. Die Ungläubigen verfügen auch nur über menschliche Aussagen und Schriften (wie die Gläubigen). Diese Aussagen können ihre eigenen oder die von anderen Leuten. Aber sie glauben nicht blind an diese Aussagen, im Gegensatz zu den Gläubigen. Sie kennen die unterschiedlichen Meinungen, sie denken nach, sie versuchen, sich zu informieren, die einzelnen Meinungen zu prüfen. Sie wissen, dass jeder sich täuschen kann, dass sowohl ihre eigenen Aussagen als auch die Aussagen der anderen richtige und falsche Informationen enthalten (aber was bedeutet "richtig" und was bedeutet "falsch"?). Und sie wissen, dass sich ihre Meinung verändern kann.



Sie haben keine Religion, hat euer Leben einen Sinn? Offenbar nicht, für Sie ist alles absurd, nicht für uns. Wir haben auch das einzige Mittel, um glücklich zu sein.

Meine Antwort gliedert sich in zwei Teilen: zuerst meine Meinung über den Sinn des Lebens, und dann über das Glück.

Zuerst soll ich meine Weltanschauung ein bisschen erläuern. Dafür werde ich ein bisschen das gleiche wie im letzten Abschnitt der ersten Frage schreiben. Stellen Sie sich folgendes vor: das Leben kann ein riesiges Abenteuer-Spiel, an das wir freiwillig und bewusst vor unserer Geburt teilzunehmen entschlossen haben (obwohl das Wort "bevor" nicht viel Sinn hat, wenn es um das Leben ausser unserem Universum geht). Das aus irgendeinem Grund, das wir heute nicht kennen. Oder vielleicht, weil wir ein spannendes geheimnis -und rätselvolles Abenteuer und viele schöne Erfahrungen erleben wollten? Was machen wir, wenn wir uns einen Film ansehen? Wir erzeugen damit starke Gefühlsregungen, es ist das Ziel. Ich nehme das Beispiel der Serie Lost. Es geht um ein Flugzeug, dass auf einer Insel abstürzt. Komischerweise überleben die meisten Passagiere. Auf der Insel finden ganz komische, unerklärbare und extrem geheimnisvolle Sachen statt. Das schafft eine unglaubliche Spannung. Die Insel scheint selbst, ganz komische Eigenschaften zu haben. Und wer sind die geheimnisvollen sogenannten anderen, die offenbar schon auf der Insel waren? Was soll denn das alles? Die Überlebenden kriegen in oft in manchen bestimmten Situationen auf der Insel Erinnerungen (Flashbacks) daran, was vor dem Absturz passiert ist. Etwas kommisches scheint passiert zu sein, bevor sie in das Flugzeug eintraten, und manche scheinen auf einer ganz geheimnisvollen Weise gewarnt worden... Warum schauen wir uns einen solchen Film an? Weil wir diese Art von Geschichte mögen, und wenn wir uns den Film ansehen, erleben wir sie auch irgendwie. Und könnte es nicht sein, dass wir Lust gehabt haben, so eine abenteuerische Geschichte wirklich zu erleben? Denn das ist genau das Leben! Wenn ja, versteht man, warum diese Welt so ist, dass die Menschen (und sehr wahrscheinlich auch die Tiere, die mit den selben Naturgesetzen leben) die Wahrheit nicht erreichen können, sondern in einer Welt der Ungewissheit und der Desinformation leben: das gehört einfach zu den Regeln des Spieles. Genau so wie die Tatsache, dass wir uns nicht mehr daran erinnern können, was vor unserer Geburt passiert ist, und was das alles sein soll (das wäre nicht mehr spannend)! All diese Geschichte ist spannend, und wir haben Lust, Hinweise und Indizen zu finden, um das was uns passiert besser zu verstehen. Und das unglaublichste ist, dass wir manche finden! Das lässt sich unser Verständnis der Welt unerwarteterweise entwickeln, und ruft weitere, noch spannendere Fragen, auf. Das ist der Sinn des Lebens für mich: dieses unglaubliche Abenteuer erleben, und selbst dazu beitragen, dass wir diese wunderliche Geschichte besser verstehen (auch wenn wir in diesem Leben niemals genau wissen werden, was das sein soll, aber nach dem Tod werden wir wahrscheinlich wissen). Das Ziel des Lebens ist auch, das Leben auf unserer eigenen "Insel" (unserer Welt) zu organisieren, die Lebensbedingungen zu verbessern. Ich finde, die monotheistischen Gläubigen haben wirklich Gründe, eifersüchtig zu sein, was den Sinn des Lebens betrifft. Sie glauben, alle Antworten zu besitzen, das Leben hat keine Geheimnisse meh und wird langweilig und fad. Die "einmal für alle gekochteten" Antworten über das Leben, an die sie bedingungslos glauben, sind blöd und schaden mehr als sie gut tun. Gott habe den Menschen geschaffen, damit er glücklich ist, aber die ersten Menschen hätten die Sünde gewählt. Also verdienten wir alle, nach dem Tod in die Hölle zu gehen, es sei denn, wir glauben an eine Geschichte, die uns erzählt wird, und wir sind kurz vor dem Tod überzeugt, dass diese Geschichte richtig ist: das (der Glaube) sei die Bedingung, um der angeblichen ewigen Strafe zu entgehen. Die jenigen, die geglaubt haben werden, die seien im voraus von Gott gewählt worden, und es sei eine ganz kleine Minderheit der Menschheit. Die muslimische Version ist ein bisschen verscheiden, aber kommt auf das gleiche heraus. Das Bild von Gott, das man von diesen Religionen bekommt, ist erschreckend, unmoralisch, und primitiv.

Jetzt über das Glück: die Christen behaupten, der Glaube an Jesus sei das einzige Mittel, um glücklich zu sein. Der Mensch bräuche es, und er sei nicht befriedigt, solange er nicht Jesus als sein Retter und sein Herr anerkannt habe. Ich habe aber eine ganz andere Erfahrung. Ich war bis 2001 ein Christ, dann hatte ich eine Übergangsphase bis 2004, und seitdem bin ich Agnostiker/Deist. Ich bin mit meinem Leben besonders zufrieden (ich entschuldige mich bei die Christen und Muslime, die es schockieren kann). Das war auch der Fall, als ich in der Kindheit und als Jugendliche Christ war. Aber der christliche Glauben hat angefangen, mich das Leben zur Hölle zu machen, als ich nicht mehr wie ein Kind glauben konnte, was man mir sagte, ohne mir Fragen zu stellen, und als ich angefangen habe, meinen Glauben in Frage zu stellen. Die Überzeugung, dass seine Religion die Wahrheit ist, ist die Bedingung, um einer angeblichen ewigen Srafe zu entgehen, die für die jenigen, die nicht geglaubt haben werden, vorbereitet ist. Aber man wählt nicht, zu glauben. Als der Gläubige immer weniger glaubt, seine Religion aber noch nicht definitiv abgelehnt hat, kann er eine schreckliche Angst vor den "göttlichen" Drohungen seines "heiligen Buches" gegenüber denen, die nicht glauben bzw. ihren Glauben verlieren. Es geht los mit den endlosen weissen Nächten, in denen er stundenlang versucht, sich zu überzeugen, dass seine Religion die Wahrheit ist, und dass er davon überzeugt ist, aber der Schreck vor der Hölle bleibt. Das Dogma des Glaubens als Pflicht, um einer angeblichen ewigen Strafe zu entgehen wurde eingeführt, damit die Gläubigen sich keine (gefährlichen) Fragen über ihre Religion zu stellen wagen, und falls sie es getan haben, damit sie aus Angst sowoeso gläubig bleiben. Hinzu kommt, dass die "heiligen Bücher" nicht klar sind. In manchen Versen der Bibel heisst es, der Glaube sei nicht ausreichend, manche gläubige Leute werden trotzdem nicht gerettet werden: zum Beispiel Homosexuelle, Alkoholiker, sexuell unmoralische Leute. Wie kann man wissen, wer sexuell unmoralisch ist? Die Bibel verspricht solchen Leuten die Hölle, aber sie sagt nicht was das bedeutet, wer sexuell unmoralisch oder nicht ist. Ist man sexuell unmoralisch, wenn man Selbstbefriedigung begeht? Nehmen wir an, man trift einen Pastor, der mit nein antwortet. Solange man es schafft, das wie ein Kind zu glauben, was der Pastor sagt, ohne sich Fragen zu stellen, wird man beruhigt. Aber nicht wenn man zu bewusst ist: man denkt dann immer wieder, das ist nur eine menschliche Meinung, und nichts beweist, dass die Bibel der selben Meinung ist. Oder nach dem sunnitischen Islam geht jeder Mensch, der nur ein Atom Hochmut hat, für immer in die Hölle. Wer kann sicher sein, dass er kein Atom Hochmut besitzt? Wenn ein Muslim bewusst wird, hat er viele Gründe, sich ständig Sorgen zu machen. Es gibt zum Beispiel auch folgende Frage: wenn jemand glaubt, kann er nicht sicher sein, dass er an seinem Tod noch immer gläubig sein wird... Falls er seine Sicherheit vor seinem Tod verliert, geht er in die Hölle, ganz egal, ob er jetzt gläubig ist. In seinem Buch "die Hoffnung und die Furcht" erzählt und Al Ghazali über Leute, die das Bewusstsein verloren, oder sogar starben, wenn sie an die Hölle dachten. Andere hatten definitiv aufgehört zu lachen, als ihnen klar geworden war, dass sie eventuell in die Hölle landen konnten. Die meisten evangelikalen Christen glauben zwar, dass man seinen Glauben nicht verlieren kann: manche Verse der Bibel scheinen in diese Richtung zu gehen, aber andere scheinen das Gegenteil zu behaupten.

Wenn ich Christ geblieben oder Muslim geworden wäre, wäre ich verrückt geworden. Der Austritt aus dem Christentum war für mich die einzige Möglichkeit, geistlich gesund zu bleiben.

Zum Schluss möchte ich ein paar Leute erwähnen, denen die monotheistischen Religionen das Leben besonders schlimm versäumen. Zum Beispiel die Homosexuellen. Manche sind gläubig, und die Religion ist sehr wichtig für sie. Sie tun alles, um ihre Sexualität zu verneinen, und oft total vergeblich. Viele sind aus diesem Grund verzweifelt. Zum Beispiel Ted Haggard: er war der Pastoren einer der grössten Kirche der USA (14000 Mitglieder). Er hatte sich viel gegen das Heiratsrecht für Homosexuellen eingesetzt, aber es hat sich herausgestellt, dass er selbst schwul ist. Er ist total verzweifelt, seine Religion kann er nicht in Frage stellen, und er hat mehrere Jahrzehnte seines Lebens vergebens gegen seine sexuelle Neigung gekämpft. Oder nehmen wir an, dass ein Christ sich in einen ungläubigen Menschen verliebt: er muss auf diese Liebe verzichten, es sei denn, der Kerl wird Christ. Denn Christen müssen nur Christen heiraten. Im sunnitischen Islam ist die Musik verboten. Die Mixität (Frauen und Männer leben zusammen in der Gesellschaft) auch. So viele Sachen, die das Leben zur Hölle machen können. Und das sollte der (einzige) Weg zum Glück sein...




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